Symphonien : Sinfonien 1-4 (Gesamtaufnahme)

Sinfonien 1-4 (Gesamtaufnahme)

EUR 7,23

  1. 1. Andante un poco maestoso-Allegro molto vivace
  2. 2. Larghetto
  3. 3. Scherzo. Molto vivace
  4. 4. Allegro animato e grazioso
  5. 1. Sostenuso assai. Allegro ma non troppo
  6. 2. Scherzo. Allegro vivace
  7. 3. Adagio espressivo
  8. 4. Allegro molto vivace

Leonard Bernstein war ein Mann voller Überraschungen. Als Dirigent oft der hoffnungslosen Sebstgefälligkeit beschuldigt, sprach er intuitiv auf die klassische Ästhetik Haydns und nicht weniger auf den frühen, romantischen Wagemut Schumanns an. Tatsächlich wurden diese Symphonien niemals besser gespielt, geschweige denn besser dirigiert als hier. Diese Darbietungen sind voller Leidenschaft -- sie sind weder sehr schnell noch sehr langsam -- und von außerordentlicher Farbenfreude und Dramatik. Bernstein hält sich zwar genau an die ursprüngliche, üppige Orchestrierung des Komponisten, es gelingt ihm jedoch, die Wirkung einer jeden Symphonie voll zu entfalten, indem er sie mit gleichbleibender Klarheit und kammermusikähnlicher Balance spielen läßt. Daß dies alles live auf der Bühne geschah, in einer Aufführung von solch großer, emotionaler Bandbreite, ist erstaunlich. Sein Publikum in Erstaunen zu versetzen, beherrschte Bernstein jedoch von jeher am besten. --David Hurwitz

Romantischer Überschwang - Obwohl der CD-Markt von Aufnahmen der Schumann schen Symphonien mehr als übersättigt ist, darf doch Leonard Bernsteins Gesamtaufnahme aus Wien in keiner ernstzunehmenden Klassik-Sammlung fehlen. Sie nimmt praktisch eine Idealposition zwischen Klemperers nüchterner Detaildurchleuchtung und Szells orchestraler Akribie ein. Bernstein war Musik dieser Art quasi wie auf den Leib geschrieben, schon in den 60er Jahren hatte er für die CBS (heute Sony) mit den New Yorker Philharmonikern eine erste Gesamtschau auf Schumanns symphonisches Wirken unternommen, der eine sehr dichte Zweite mit der Symphony of the Air (DGG, längst vergriffen) in Mono vorausgegangen war. Der große Dirigent, der leider 1990 viel zu früh von uns gegangen ist, geht Schumanns Schaffen mit romantischem Überschwang und einer unüberhörbaren Liebe an. So herzerfrischend klingen die Werke nirgendwo anders, besonders die doch etwas plakative Dritte (Rheinische) wird von Bernstein zu einem Meisterwerk von beinahe Beethoven scher Dimension hochgewuchtet. Auch die Frühlings-Symphonie (Nr. 1) ist unter Bernsteins Dirigat von umwerfender Leuchtkraft und läßt die Aufbruchstimmung, in der das Stück 1841, kurz nach des Komponisten Hochzeit mit Clara Wieck, entstanden ist, an jeder Stelle voll durchscheinen. Im Tale blüht der Frühling auf: dieses Motto könnte eigentlich über dem gesamten Zyklus stehen. Die Wiener Philharmoniker sind für den Dirigenten ein idealer Klangkörper, man spielt sich förmlich die Bälle zu, herzerfrischend und beglückend zugleich. Die Aufnahmen wurden live 1984/85 im Wiener Großen Musikvereinssaal aufgezeichnet. Sie sind von großer Brillanz und Präsenz und lassen kaum erkennen, daß es sich nicht um Studioproduktionen handelt. Gottlob ist der Schlußapplaus weggeschnitten. Das Beiheft ist von hoher Qualität, und der niedrige Preis des Albums steht in keinem Verhältnis zum musikalischen Wert. Ohne Einschränkung empfehlenswert!

ratsam - Insgesamt gefällt mir diese Aufnahme sehr gut. Und ich kann sie jedem ans Herz legen, der sich mit den Symphonien von Schumann befasst. Der Ausdruck gefällt mir. Er kommt gut rüber. Die Tempi sind auch in Ordnung, auch wenn sie Leonard Bernstein manchmal ein kleines bisschen langsamer hätte nehmen können.

Stunning music - Robert Schumann was a German composer of the early nineteenth century. He died young, but not before producing many interesting and stunning works. In his short life, he produced piano works (that for which he is best known, perhaps), choral works, concertos, chamber music, and orchestral works. It is of these latter pieces that these discs are composed: * Symphony No. 1 in B flat, Spring, op. 38 (composed in 1841) * Symphony No. 2 in C, op. 61 (composed in 1846) * Symphony No. 3 in E flat, Rhenish, op. 97 (composed in 1850) * Symphony No. 4 in D minor, op. 120 (first composed in 1841, revised in 1851) The first and the last symphonies bear some interesting similarities, as one would expect, but the later revisions were significant enough to warrant considering the ordering as above, with the second composed now considered the fourth symphony. For a long time, Schumann seemed to compartmentalise his composition - in 1840, he seemed to concentrate exclusively on songs , in 1841, he wrote two of the four symphonies. Schumann seemed to need to master each type of music before working on another. The symphonies are each unique. The first symphony, Spring , was born in a matter of days, and fully orchestrated within a month. There are definite signs here that a man used to composing for piano is at work. There is romance and humour mixed in for good measure. The second symphony, composed during one of Schumann s troubled periods (he had mis-diagnosed syphillis that complicated his life, as did some of the treatments), was also a quickly inspired and completed piece, but there were gaps of time between his periods of work. There is a slowness and melancholy about this symphony. The third symphony, Rhenish , is easy going and occasionally sweet, but the fourth movement has the majesty of Gothic architecture about it. (Only the first and third symphonies have given subtitles.) The fourth symphony, the one with the longest timeline of composition, is perhaps the most complex, despite being envisioned somewhat as a symphony-in-one-movement. Schumann was a leading light in the German Romantic movement, and this series of recordings of the Vienna Philharmonic under the conductor Leonard Bernstein is truly remarkable. Bernstein s appreciation and connection with the passion in the music comes through with a keen sensitivity. Schumann was a master of detail as a composer, just as Bernstein was a master of detail as a conductor, so here we have a near perfect pairing. Schumann s symphonies are underappreciated generally, though there are some who proclaim them as unparalleled in the post-Beethoven world. Both ideas may be a bit wide of the mark, but certainly Schumann is closer to the later than the former. Brilliant!

Einwandfreie Interpretation - Schumanns Sinfonien führen ja doch - zumindest ein wenig - ein Schattendasein. Der Komponist ist hauptsächlich für sein Klavierwerk bekannt, und das völlig zu recht, aber mit den Sinfonien zeigt er, daß er auch diese Gattung beherrscht. Die Ausdrucksstärke der vier Sinfonien reicht fast an Beethoven, den sinfonischen Übervater, heran. Von mitreißendem Schwung und lebendigster Fröhlichkeit (Frühlingssinfonie) bis hin zu tiefer Emotionalität, die im sinfonischen Genre ihresgleichen sucht, ist das gesamte musikalische Spektrum aufgedeckt. Die Bernsteinsche Interpretation vermag die Intension und Ausdruckskraft der Schumann-Sinfonien sehr gut dem Hörer zu vermitteln. Die Aufnahme ist sehr lebendig und schwungvoll, intensiv, ansprechend. Für alle, die den Schumann ohne Klavier noch nicht kennen, bietet sich hier die Möglichkeit, sich positiv überraschen zu lassen und die den sinfonischen Schumann kennenzulernen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)




Sinfonien 1-4 (Gesamtaufnahme)